Politik

11. März 2016 - Konzept für energieautarke Stadt

Nachdem die Freien Wähler bei der Verhinderung des geplanten Windkraftwerks bei Mußbach eine führende Rolle eingenommen haben, habe ich dem FWG-Vorsitzenden und Fraktionsvorsitzendem Marc Weigel mitgeteilt, dass wir das Thema Energie auch besetzen sollen. Nach meiner Auffassung wird sich die Stadt damit auseinandersetzen müssen. Es gab bereits im Februar 2012 im Stadtrat einen aus meiner Sicht unseriösen Vortrag der Stadtwerke zu diesem Thema. Unabhängig davon ist davon auszugehen, dass Neustadt nichtenergieautark werden kann, trotzdem ist es an der Zeit, sich dem Thema zu stellen.
Deshalb schlug ich Weigel vor, im Stadtrat einen Antrag mit folgendem Inhalt zu stellen:

Es soll zeitnah ein Konzept aufgestellt werden in welcher Form Neustadt so weit wie möglich energieautark werden kann.
Dazu gehören z. B.
- Die konsequente Nutzung einschließlich Genehmigung aller Dächer zur Installation von Fotovoltaikanlagen, ggf. auch die Erstellung eines Dachflächenkatasters
- Die Installation von Fotovoltaikanlagen auf allen städtischen Gebäuden
- Die Nutzung von Erdwärme oder stromerzeugenden Heizungsanlagen bei Neu- und Umbauten
- Der Bau von grundlastsichernden und backupfähigen Blockheizkraftwerken mit Kraftwärmekopplung durch Stadtwerke, WBG und weitere
- Der Bau eines Holzhackschnitzelkraftwerks (Neustadt ist einer der größten Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz)
- Nutzung von Wasserkraftwerken
- Bau einer Biogasanlage
- Kooperation mit Energiegenossenschaften, z.B. Bürger-Energie-Genossenschaft Neustadt, Energiegenossenschaft Südpfalz

Des Weiteren beantragen wir, einen Experten der Landesregierung, z.B. Prof. Dr. Karl Keilen vom Referat Energie, Klimaschutz, Klimawandel im Wirtschaftsministerium, zu einem Referat zu diesem Thema einzuladen.

Leider haben die freien Wähler diesen Vorschlag nicht weiter verfolgt. Die Verwaltung hat am 21. Juni 2016 die erste Klimaschutzkonferenz durchgeführt, die auch einen Teil meiner Vorschläge beinhaltete.