Blog


Hier veröffentliche ich alles, was mir so einfällt und sonst nirgends hinpasst

Rheinpfalz

10. Februar 2021

Qualität II:
In ihrer Ausgabe vom 10. Februar 2021 berichtet die Rheinpfalz über sogenannte Tiny-Häuser. Mit Bezug auf Neustadt stand dort:
"Irgendwo in Duttweiler. In Neustadt sei bisher ein Gebäude genehmigt und erstellt worden, und zwar in Duttweiler,... Die Besitzerin möchte nicht, dass bekannt wird, wo es steht, und will auch sonst nichts über ihr individuelles Zuhause erzählen. Das habe einen Grund: Aus sicherer Quelle wisse sie, dass der Ortsbeirat nur einer Genehmigung zustimme, wenn sie nichts über ihr Tiny House erzähle. Man wolle nicht mehr solcher Gebäude in Duttweiler haben."
Da könnte man meinen "schlecht recherchiert oder einfach mal wieder draufgehauen?" Eine erfahrene Lokalredaktion sollte eigentlich wissen, dass ein Ortsbeirat für Genehmigungen von Baumaßnahmen nicht zuständig ist, ebenso kann er einer Bürgerin nicht vorschreiben, was sie sagen darf.
Der Begriff "verlässliche Quelle" kommt in der Regel in der investigativen Berichterstattung im Zusammenhang mit kriminellen Machenschaften zum Einsatz um Informanten zu schützen. Man kann das aber auch vorschieben, um irgendwas zu erfinden. Das Haus in Duttweiler mag derzeit vielleicht das einzige in Neustadt sein, aber vor ein paar Jahren gab es davon eine ganze Siedlung - die hoffentlich auch eine Baugenehmigung hatte. Nur nannte man sie damals aber nicht der neuen Mode folgend "Tiny Houses" sondern Mobilheime oder umgangssprachlich Flüchtlingsunterkünfte und standen in Lachen-Speyerdorf.

Rheinpfalz

8. August 2020

Qualität:
Die Rheinpfalz - eine Lokalzeitung - die Einzige in Neustadt, damit also das Informationsmonopol. Auch im Internet-Zeitalter gilt immer noch: was schwarz-auf-weiß geschrieben steht gilt. Deshalb hat die Redaktion auch eine Veranstwortung.
Leider war das in der Vergangenheit nicht immer der Fall, die Berichte über Duttweiler und die Dorfpolitik waren in aller Regel negativ gefärbt, die Fakten falsch dargestellt. Das hat sich irgendwann geändert, mit zwei Neuen an der Spitze der Lokalredaktion.
Was erwartet man aber nun von einer seriösen Berichterstattung?
Zu allererst müssen die Fakten stimmen, "Kuchen backen" und "Arschbacken" dürfen nicht miteinander vermengt werden und die persönliche Meinung hat im redaktionellen Teil nichts verloren. Das soll nicht heißen, dass Kritik nicht erlaubt ist.
Leider ist jetzt wieder zu beobachten, dass die Zeitung in die alte Fahrspur gerät.
Bei einer unsäglichen Glosse über ein angeördnetes Tempolimit zwischen Duttweiler und Geinsheim wurde der Sachverhalt völlig überzogen und falsch dargestellt, auf das eigentloche Problem - nämlich die Übergehung des Ortsbeirats - erst gar nicht eingagangen. Jetzt hat die Zeitung über das bevorstehende - nicht stattfindende - Weinfest berichtet, dabei allerdings im Text immer wieder den Begriff "Kerwe" verwendet.
Ach ja, der Ortsvorsteher von Diedesfeld wurde kurzerhand zum Ortsbürgermeister befördert - nur peinlich.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Erlebnistag Weinstraße

25. August 2019

Kurze Status vom Erlebnistag:
17:30h, Mittelpunkt der Deutschen Weinstraße: Musik aus, keine Getränke mehr, noch nicht mal eine Cola will der Helfer aus Angst vor Repressalien verkaufen. Ordnungsamt überwacht penibel die Einhaltung das Ausschankschlusses, bevor er sich mit seinem Auto zum zweiten Mal einen Weg durch den dichten Radverkehr bahnt (muss das wirklich sein?)
18:10h, Maikammer: Ausschank auf einem Parkplatz noch in vollem Gange, gute Stimmung dank Musik, fahrradbehelmter Ordnungsamtmitarbeiter hilft dem Ausschankbetreiber beim Aufbau der Sicherheitsabsperrung.

Deutsches Weinlesefest Neustadt

Oktober 2015

Impressionen aus der Innenstadt
Innenstadt bei Weinlesefest Stell Dir vor, es ist Deutsches Weinlesefest und keiner merkts. So könnte man die Situation in der Neustadter Innenstadt beschreiben.
Irgendwie hat man den Eindruck, dass sich Neustadt mit seinem Weinfest - das immerhin als "Deutsches Weinlesefest" firmiert und dementsprechende Erwartungen weckt - nicht so richtig identifiziert.
Einmal abgesehen von den vier Blöcken Haiselcher, Rummelplatz, "Winefestival" und Saalbau im Bahnhofsumfeld kommt das Weinfest in der Innenstadt fast nicht vor. Im Unterschied zu einem normalen Sonntag sind am Umzug-Sonntag mehr Menschen in der Stadt, ansonsten ist vom Weinfest nichts zu spüren. Nur vor einem Café in der unteren Hauptstraße sorgt eine Live-Band für Stimmung und in der oberen Hauptstraße sind viele Bänder mit den Wappen der Weindörfer über die Straße gespannt. Hier und da sieht man eine Deutschland-Fahne, z. B in der Kellereistraße oder am Alten Turnplatz. Dort standen aber auch noch drei leere Masten. Sogar am Rathaus keinerlei Fahnenschmuck, der Marktplatz - immerhin ein zentrale Platz in der Innenstadt - fast menschenleer. Auch in den Schaufenstern keinerlei Hinweise auf das Fest, die Dekoration sachlich wie immer. In der Hauptstraße posiert "Otto von der Pfalz" einsam für ein Foto, bevor er seine Einmann-Band anwirft. Selbst auf dem Umzugsweg sind kaum Fahnen und typischer Weinfestschmuck zu sehen. Sogar beim Stadteingang aus Richtung Süden macht kein Werbeschild Lust auf das gerade stattfindende Fest. Erwartet hätte ich aber eine fahnengeschmückte Innenstadt mit Musik und Stimmung an jeder Ecke, den Geruch von Zwiebelkuchen, Bratwurst und Neuem Wein. Mit anlassbezogener herbstlicher Schaufensterdekoration können die Händler die flanierenden Besucher auf sich aufmerksam machen. Ich erinnere mich gern an früher, in fast allen Geschäften waren die Schaufenster dem weinfestlich dekoriert, mir ist hauptsächlich das Spielwarengeschäft Riebel in der Hauptstraße in Erinnerung, dessen Schaufenster aufwändig mit beweglichen Steiff-Figuren in deren entsprechenden Umgebung dekoriert waren. Wir sind jedes Jahr extra in die "Stadt" gefahren, um die Dekorationen zu bewundern.
Bezeichnend, dass zwar ein verkaufsoffener Sonntag stattfindet, im Weinfestprogramm aber nicht darauf hingewiesen wird. Der Marktplatz muss vollstehen mit Ständen, die regionale Produkte feilbieten.
Neustadt und seine Geschäfte haben hat die Chance, sich über zwei Wochen in bestem Licht zu präsentieren, warum wird das nicht genutzt?